MyDrive Connect und Windows-Basis: tut man sich das freiwillig noch einmal an? — TomTom Community

MyDrive Connect und Windows-Basis: tut man sich das freiwillig noch einmal an?

Hallo,
wer ein TomTom-Navi hat, kennt das Problem mit den Geräten: wenn alles funktioniert, ist es ein tolles Navi, muss man dagegen ein Update machen oder ist das zugrundeliegende Windows der Navis wieder mal buggy, ist das Ganze alles andere als nutzerfreundlich. Wer wie üblich vor seinem MyDrive Connect sitzt und trotz 100 MBit-Leitung über eine Stunde auf den Download der neuen Karten wartet, fragt sich, warum das im Jahre 2019 noch sein muss. Insbesondere, wenn nach dem Download dann "es ist ein Fehler aufgetreten" erscheint und das Ganze von vorn beginnen kann. TomTom-Nutzer wissen: mach dein Update eine Woche vor dem Urlaub oder danach.

Wie auch immer, unser TomTom Go Live hat sich nun nach der Garantiezeit mit einer ganz neuen Update-Erfahrung verabschiedet. Am Vortag wurde es noch normal ausgeschaltet, am nächsten Morgen war kein Starten mehr möglich, da das Gerät nur noch in einer Endlos-Reboot-Schleife sich immer wieder neu startete. Und weil es nicht startete, konnte MyDrive Connect es auch nicht erkennen. Auch der Versuch, das Gerät per vollständigem Zurücksetzen wieder zum Laufen zu bringen (ewiges Drücken der Power-Taste bis zum Diagnosebildschirm, dann drei Mal schnell Power-Taste), funktionierte nicht. Hier zeigte MyDrive Connect je nach Wetterlage entweder gar keine Fehlermeldung an oder brachte die tolle Meldung, dass die TomTom-Server derzeit ausgelastet sind.

Der TomTom-Support war zwar nett und hat Tipps gegeben (auf die man als Techniker wahrscheinlich auch so kommt: Internet am Computer per LAN statt WLAN, keinen Virenscanner laufen lassen, Firewall aus oder Ports freischalten), doch das Ergebnis war auch nach dem 30. Versuch das gleiche: dein Navi hat sich in schönen, teuren Elektroschrott verwandelt.

Die gute Dame vom Support hat leider auch nur noch mit den Schultern zucken können und bat mir für ein Neugerät einen 20%-Rabatt an. Mit anderen Worten: statt der 400 EUR für ein neues Gerät lagen nun 320 EUR in der Waagschale. Klar, dazu kommen jährlich 50 EUR für die LiveServices (die man auch nicht sinnvoll weglassen kann, da dann gar keine Verkehrsmeldungen mehr angezeigt werden, nicht einmal TMC). Dabei wäre es m. E. ein Leichtes gewesen, das alte Gerät durch einen Techniker mit direkter Verbindung zum Gerät wieder flott zu bekommen. Dafür hätte ich gern auch eine Servicegebühr und Porto bezahlt. Leider Fehlanzeige. Wenn Du also ein TomTom mit dem Problem hat und es nach dem 10. Versuch mit den eigenen Versuchen zum Rücksetzen nicht geklappt hat, spar die die Mühe, es noch weitere 20 Mal auszuprobieren.

Ob ich das tue, habe ich tatsächlich ein paar Minuten überlegt. Vielleicht hatte ich Pech, dass das Rücksetzen bei dem Modell nicht geklappt hat. Vielleicht hatte ich Glück, dass mein Navi wg. bester Pflege und trotz/wegen aller Updates so lange gehalten hat. Nun fahre ich seit zwei Wochen mit Google-Maps, inklusive Echtzeit-Stau-Meldungen und Re-Routing. Mal von der Datenschleuderei an Google abgesehen kostet mich das exakt eine Halterung fürs Smartphone, also 15 EUR. Ob mich das dauerhaft glücklicher macht als ein externes Navi weiß ich noch nicht.

Fazit: So gut man auch mit den Navis im Betrieb zufrieden sein kann, so unzufrieden ist man bei allem, was das Thema "Update" angeht. Das Problem dabei ist wahrscheinlich wie so oft: setzt man auf eine ungeeignete Plattform wie Windows, kämpft man immer wieder an Baustellen, die es gar nicht geben dürfte. (BTW: Windows Phones? Seltsam, dass das nicht funktioniert hat!) Und das Problem wird leider ausschließlich auf dem Rücken der Kunden ausgetragen. Umsatz gemacht und Navi hält zwei Jahre, damit ist TomTom aus dem Schneider. Rücksetzen klappt nicht? Pech gehabt. Aber für 320 EUR kannst du ja von vorn anfangen.

Schade, dass es so gekommen ist. Ich war lange TomTom-Fan (insbesondere nach mehreren Versuchen mit Navigon und anderen Herstellern). Leider ist die Wahrscheinlichkeit für ähnliche Erfahrungen bei dem Preis einfach viel zu hoch.

Von daher, liebe Ex-TomTom-Leidensgenossen: bleibt tapfer. Vielleicht schafft TomTom das ja irgendwann mal, die Softwareprobleme in den Griff zu bekommen. Dann bin ich ggf. auch wieder dabei.

Gruß
Heinz

Kommentare

  • LochfrassLochfrass Beiträge: 11,985
    Superuser
    Zum dauer reboot: Hast du eine Speicherkarte eingesetzt?
    Falls ja nimm sie mal raus und starte das Navi dann erneut.
    Oftmals musste das sein damit ein Firmware update abgeschlossen wurde.
  • HeinzHHeinzH Beiträge: 4 [Apprentice Traveler]
    Hallo Lochfrass, danke für den Tipp. Ja, die Karte war raus.
  • GrumpftlGrumpftl Beiträge: 5 [Master Traveler]
    M. E. nach laufen die TT auf Linux, zumindest war das früher so. Ist das heute anders?
    Mfg
    Grumpftl
  • U. N. WichtigU. N. Wichtig Beiträge: 537 [Revered Pioneer]
    Grumpftl schrieb: »
    M. E. nach laufen die TT auf Linux, zumindest war das früher so. Ist das heute anders?

    Nicht Genaues weiß man nicht. Die Systeme sind ja abgeriegelt und nicht so einfach zugänglich.
    Aber ich denke, daß man bei TT das Rad nicht komplett neu erfunden hat.
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