Wie kann ich im Ausland enge und kurvige Single-Track Straßen vermeiden? — TomTom Community

Wie kann ich im Ausland enge und kurvige Single-Track Straßen vermeiden?

Bei "schnellste Route" führt mich die TomTom Navigation regelmäßig durch abgelegenste Gebirgsdörfer. Man sieht das Land, aber "schnell" ist das oft gar nicht. Wenn ich nur von A nach B möchte, dann ärgere ich mich regelmäßig. Warum war ich wieder so dumm und habe mich auf den TomTom verlassen?

Wo ist die Einstellung "vernünftige Route" oder "bequeme Route"? Also eine Route bei der man möglichst die Hauptstraßen und weniger die Nebenstraßen nutzt.

Beispiel: London - Harlech führt mitten durch den Nationalpark Snowdonia. Zum Teil Single-Track, wunderschön (vgl. Foto mit Schafen). Für die Rückfahrt habe ich die Papier-Karte zu Rate gezogen. Es ging durch das Tal. War nicht so schön, war aber schneller, c5e89601-393e-4e72-8c54-73d8f7bd50ae.jpgdurchgehend zwei Fahrspuren und keine Schafe.

Beispiel:
Le Pont du Diable, Aniane, 34150 Okzitanien, FRA
Cournonterral Okzitanien, FRA
Mich hat TomTom über die D114 geschickt. Fast alles Single-Track, zum Teil Serpentinen. Tolle Landschaft. An dem Tag wollte ich aber nur von A nach B.

Kommentare

  • Ich habe das schon vor Jahren bemängelt, scheinbar ist das Interesse bei TomTom gering oder teste sie es in Brasilien mit der neuen App?

    Ich vermute beim Routing kann TomTom die unterschiedliche Strassen nicht unterscheiden ob die Karte schuld ist oder die Software weiss ich nicht. Ich denke die Karte ist fehlerhaft und hoffe, dass die 570 Änderungen an der Karte pro Sekunde in Zukunft hilft solche Nebenstrassen zu vermeiden.

    Was falsch wäre, einfach Strassen zu löschen....
  • Voyager1954Voyager1954 Beiträge: 3,350 [Revered Voyager]
    Da bleibt nur schnellste Route und Autobahnen und Mautstrassen zulassen . Oder mit Zwischenziel planen . Mehr kann TT dir im Moment nicht bieten .
  • HadriwaHadriwa Beiträge: 0
    Danke für die Antworten und danke für den Link. Ich hatte nur in deutschen Foren gesucht. Zumindest bin ich nicht allein.
    Es sollte doch nicht so schwer sein einen Algorithmus zu programmieren der bequeme Routen liefert.
    • Der Algorithmus versucht auf Straßen zu bleiben, jeder Abbiege-Vorgang gibt Minuspunkte
    • Der Algrithmus versucht Nebenstraßen zu vermeiden. Nebenstraßen-Kilometer geben auch Minuspunkte. Straßen mit vielen Kurven oder großen Höhendifferenzen werden besonders schlecht bewertet.
    • Der Algorithmus versucht schnell zu sein, Zeitvorteil gibt Pluspunkte.
    Je nach dem ob man jetzt "Route für Motorradfahrer" oder "bequeme Route" eingibt werden die Punkte anders gewichtet. Wo ist das Problem? Scheint aber TT egal zu sein.
  • SwissiSwissi Beiträge: 44 [Renowned Wayfarer]
    Wo möchtest Du denn durchfahren? TomTom hat Dir zielsicher die schnellste Route berechnet. Dabei bleibt er so lange wie möglich auf übergeordneten Hauptstrassen. Aber wenn Du dann irgendwann mal in Shrewsbury bist und weiter nach Harlech willst, musst Du mal die Hauptstrassen verlassen und auf untergeordnete Strassen wechseln.
    Selbst Google Maps wählt die Route über die B4396 durch den Park; die Routen obenrum über die A5 oder untenrum über die A458 sind etwas länger.

    Generell sind die Strassen in Grossbritannien und Irland sehr eng. TomTom zählt aber nicht die Kurven und wählt dann die Route mit den wenigsten Richtungswechseln, sondern hält sich an die Distanzen und erlaubten Höchstgeschwindigkeiten. Da in GB die Höchstgeschwindigkeit ausserorts genau wie auf der Autobahn 70 mph beträgt, rechnet TomTom mit diesen Geschwindigkeiten und wählt folglich eher die kürzeste Route. TomTom weiss nur, wie schnell gefahren werden darf, und nicht, wie schnell man effektiv fahren will oder kann.

    Im zweiten Beispiel schickt mich mein Go 620 wie von Dir gewünscht über die A750. Diese Route ist nur 3 Min. kürzer als über die D114, dafür 5 km länger. Wenn nun eine Verzögerung auf der A750 herrscht, ist die D114 die schnellste Alternative.
    Falls Du die Strecke vor dem 1. Juli gefahren bist, als die Höchstgeschwindigkeit ausserorts noch 90 km/h betrug, dann ist die Route über die D114 sogar schneller.
  • [Gelöschter Benutzer][Gelöschter Benutzer] Beiträge: 5,321 [Supreme Trailblazer]
    Swissi schrieb:
    .... TomTom weiss nur, wie schnell gefahren werden darf, und nicht, wie schnell man effektiv fahren will oder kann...
    ....
    Falls Du die Strecke vor dem 1. Juli gefahren bist, als die Höchstgeschwindigkeit ausserorts noch 90 km/h betrug, dann ist die Route über die D114 sogar schneller.
    Dann lies mal das hier:

    http://de.support.tomtom.com/app/glossary/find/IQ Routes
  • SwissiSwissi Beiträge: 44 [Renowned Wayfarer]
    Na ja, ich bezog "... wie schnell man fahren will oder kann..." eher auf die persönlichen Fähigkeiten denn auf die physikalischen Grenzen.
    Ich bin in Irland z.T. auch die erlaubte Geschwindigkeit gefahren und hatte Angst, dass da jemand entgegenkommt, wurde aber trotzdem noch von Einheimischen überholt!

    Wenn man denn der Marketing-Aussage von TomTon glaubt, müsste man noch mehr annehmen, dass die vorgeschlagenen Routen optimiert sind.
    Wenn ich aber sehe, dass TomTom bei obigen Beispielen auf allen vorgeschlagenen Routen mit ziemlich genau 60 km/h rechnet, dann zweifle ich daran, dass Millionen Benutzer weltweit diese Strassen gefahren sind...

    TomTom mag in Ballungsgebieten, in denen viele Automobilisten TomTom-Geräte verwenden, die effektiven Geschwindigkeiten an die Realität anpassen, aber wohl kaum auf solch abgelegenen Routen.
  • [Gelöschter Benutzer][Gelöschter Benutzer] Beiträge: 5,321 [Supreme Trailblazer]
    Beispiel:
    Le Pont du Diable, Aniane, 34150 Okzitanien, FRA
    Cournonterral Okzitanien, FRA
    Mich hat TomTom über die D114 geschickt. Fast alles Single-Track, zum Teil Serpentinen. Tolle Landschaft. An dem Tag wollte ich aber nur von A nach B.
    Kommt Zeit, kommt (besseres?) Routing.

    c3fff3ac-0472-418b-abf7-9324aee5e9ae.jpg
  • HadriwaHadriwa Beiträge: 0
    Vermeidet TT die D114 weil der Algorithmus dazugelernt hat? Oder Aufgrund der veränderten Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen in Frankreich? Das verraten die uns nicht.
    TT verspricht viel, aber ich habe auch den Verdacht, dass der Algorithmus auf Nebenstraßen mit unrealistischen Höchstgeschwindigkeiten rechnet. Die Straße hatte Haarnadelkurven, da war ich auch mal im 1. Gang. Aber zumindest war es einsam. Die D114 nutzen nur Anlieger und Touristen mit TT.

    Harlech: Zurück bin ich über Barmouth gefahren. Eine Meile länger. Die Route hat anfangs auch einige enge Ortsdurchfahrten, aber man ist viel länger auf "dicken gelben Straßen" und weniger Meilen auf "dünnen weißen Straßen" unterwegs. Ist Geschmackssache.

    Google: Dort gibt es auch keinen Knopf "bequeme Route". Die sind nicht wirklich besser. Aber es kommt der Tag an dem ein Google Mitarbeiter mit seinem Wohnmobil im Urlaub in Irland stecken bleibt. Dann investieren die Leute aus Mountainview mal Zeit in den Algorithmus und TT steht schlecht da.

    Ich komme gerade aus dem Bayerischen Wald. TT und Google schlagen oft Routen vor die kein Einheimischer wählen würde. (Außer er ist mit dem Motorrad unterwegs)
  • SandflohSandfloh Beiträge: 215 [Renowned Wayfarer]
    Swissi schrieb:
    ...Wenn ich aber sehe, dass TomTom bei obigen Beispielen auf allen vorgeschlagenen Routen mit ziemlich genau 60 km/h rechnet, dann zweifle ich daran, dass Millionen Benutzer weltweit diese Strassen gefahren sind...
    Ein wirklich interessantes Thema!
    Ich denke mal, dass z.B. die Strecke Nürnberg/Brenner wegen gigantischem Auto-Verkehr sehr genau mit Zeitdaten hinterlegt ist.
    Randregionen wie z.B. Azoren oder Island was soll da an Daten auflaufen die man überhaupt auswerten kann?
    Mal die Satelliten-Bilder von München mit einer wirtschaftlichen uninteressanten Region vergleichen.
    Da begreift man vielleicht, dass es auch dort höher-/nieder-wertige Klassen gibt.

    andy77 schrieb:
    .....Ich denke die Karte ist fehlerhaft und hoffe, dass die 570 Änderungen an der Karte pro Sekunde in Zukunft hilft solche Nebenstrassen zu vermeiden.
    Diese 570 Änderungen/sek, ein recht nette Zahl für die Investoren. Diese Zahl belegt gar nichts da ein Vergleich/Bezug fehlt was vorher gespeichert wurde. Wenn man von den Datenmengen hört die pro KM aufgezeichnet werden, da sollten diese 570 Änderungen wiederum kleinzeugs ein.

    Die eingestürzte Brücke von Genua ist nun nach dem letzten Kartenupdate immer noch nicht enthalten!

    Der Sandfloh
  • HadriwaHadriwa Beiträge: 0
    Das Problem betrifft sogar München:
    "Weil immer mehr Autofahrer von ihrem Navi durch Wohngebiete gelotst werden, haben Anwohner ein Schleichweg-Problem - und wehren sich."
    https://www.sueddeutsche.de/auto/navigationssysteme-verkehrsbeunruhigte-zone-1.4109439
    Ich denke, dass sich die meisten Autofahrer nicht über die gesparten Kilometer freuen, sondern von engen Nebenstraßen eher genervt sind.

    Wir bräuchten eine gemeinsame Datenbank in Brüssel. Alle Kommunen in Europa könnten dort Engstellen, Baustellen, Umleitungen und Straßenfeste eintragen.
    Die Navigationsalgorithmen könnten auf diese Daten zugreifen und die lotsen uns um die Baustellen herum. Aber das ist wahrscheinlich zu einfach.

    Danke noch mal für die ausführlichen Antworten.
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