Unterschied Resitive Touchscreen und Kapazitive Touchscreen der neuen Generation

Zunächst einmal einleitend ein paar grundsätzliche Dinge: Bei den Touchscreens unterscheidet man zwischen folgenden zwei wesentlichen Techniken.
  • Resistive Touchscreens (Quelle: Connect)
    • Resistive Touchscreens bestehen aus zwei leitfähigen transparenten Folien, typischerweise aus Indium-Zinnoxyd. Zwischen diesen beiden Schichten sind winzige Abstandshalter angebracht, sogenannte Spacer-Dots ("Abstands-Punkte"). Bei sehr genauem Hinsehen kann man sie sogar mit bloem Auge erkennen und anhand dieses Merkmals zielsicher einen resistiven Touchscreen identifizieren. An zwei gegenüberliegenden Rändern der weiter oben angeordneten Folie wird eine Spannung angelegt, die vom einen Rand zum anderen kontinuierlich abnimmt. Drückt man nun mit dem Finger oder einem Stift auf das Display, wird die an dieser Stelle vorhandene Spannung auf die zweite Folie durchgeleitet. Anhand der Spannungshöhe lässt sich eindeutig bestimmen, auf welcher Höhe des Spannungsgefälles der Berührungspunkt liegt. So kann die Auswertungselektronik die Koordinate des Druckpunkts auf der X-Achse ermitteln. Die Positionierung auf der Y-Achse wird identifiziert, indem einige Millisekunden später eine Spannung in Quer-Richtung, also an den anderen beiden Rändern, angelegt wird. Der Wechsel der Spannung und die Positionsbestimmung erfolgen in so schnellem Wechsel, dass auch kürzeste Berührungen erfasst werden. Der Kontaktschluss durch mechanischen Druck führt dazu, dass sich der Druckpunkt wahlweise mit einem Plastikstift dem Stylus oder mit bloem Finger erzeugen lässt. Die Berührung per Finger ist natürlich groflächiger, sodass bei kleinen Bildschirmtasten oder Eingabefeldern der Stylus eine exaktere Positionierung erlaubt. Weil die gemessene Spannung den "digitalen Koordinaten" zugeordnet werden muss ist es üblich, dass resistive Touchscreens kalibriert werden müssen.
  • Kapazitive Touchscreens (Quelle: Connect)
    • Sie bestehen aus einer beidseitig mit transparentem Metalloxyd beschichteten Glasplatte. Die beiden Seiten sind mit gegeneinander versetzten Streifen beschichtet, sodass die Kreuzungspunkte dieses Gitters wie ein Kondensator wirken. An den einzelnen Streifen wird eine Spannung angelegt, die wiederum zwischen den beiden "Kondensator-Platten" ein elektrisches Feld erzeugt. Weil der menschliche Körper ebenfalls Strom leitet, verändert sich dieses Feld, wenn der Finger die Glasplatte über dem Kreuzungspunkt berührt. Die nderung im elektrischen Feld führt wiederum zu einer Veränderung des Stroms, der am gegenüberliegenden Ende der X- und Y-Streifen ankommt. Die Elektronik misst diese Ströme und ermittelt daraus die Koordinaten des Berührungspunkts. Ein groer Vorteil ist, dass dieses Prinzip kalibrierungsfrei funktioniert, weil die Lage der Gitterstreifen fest bleibt. Allenfalls die Stromstärken nehmen mit der Zeit etwas ab, was die Elektronik jedoch kompensieren kann. Deshalb gelten kapazitive Touchscreens im Vergleich zur resistiven Technik als langlebiger und unempfindlicher. Da kapazitive Screens zudem schon auf leichteste Berührungen ansprechen, eignen sie sich auch besser für Bedienvorgänge wie Scrollen oder Verschieben. Sie fühlen sich für den Nutzer insgesamt reaktionsfreudiger und präziser an.
Kalibriert werden müssen also nur Modelle mit einem resistiven Touchscreen, wohingegen Modelle wie z.B. die derzeit aktuellen 2013er TomTom Modelle GO 400, 500, 600, 5000 und 6000) dies bauartbedingt nicht benötigen! Andere derzeit erhältliche TomTom-Navis mit resistivem Touchscreen, wie z.B. die der START-Serie 20/25/60 und die der VIA-Serie 130/135 mit NavCore 12.xxx, können vom Anwender selbst leider nicht mehr kalibriert werden! Das TomTom Navi wird vor Verlassen des Herstellerwerkes grundsätzlich einer Touchscreenkalibrierung unterzogen. Diese Kalibrierung muss für jedes Navi individuell vorgenommen werden, d.h. die Werte sind nicht einmal für ein 100%-ig baugleiches Modell übertragbar! Verschiedentlich wird hier die Bitte geäuert, ein anderes Mitglied möchte doch bitte mal seine Kalibrierungsdaten weitergeben. Was immer auch der Grund dafür sein mag, erspart das euch (künftig), ihr könnt mit den Fremdwerten nicht einmal ansatzweise etwas anfangen!Warum und wann ist solch eine spätere Kalibrierung aber überhaupt erforderlich? Nun, solange das TomTom Navi auf eure Touchs so reagiert wie immer, und sich auch die Buttons immer dort befinden wo sie sein sollten, müsst ihr gar nichts tun. Im Gegenteil, wenn ihr trotzdem anfangt herum zu experimentieren, macht ihr euch den Umgang mit dem Navi mit einiger Sicherheit nur unnötig schwer. Wenn man aber feststellt dass sich trotz Touchs an gewohnter Stelle gar nichts mehr tut oder, noch schlimmer, eine ganz andere (ungewollte) Aktion ausgeführt wird oder ganze Buttons plötzlich nur noch teilweise sichtbar oder gar ganz verschwunden sind, dann liegt dem meist ein ganz normaler Alterungsprozess zugrunde, der früher oder später nahezu jeden dieser Touchscreens treffen wird. Nur an jene dermaen Betroffenen richtet sich dieser Artikel!

 

 

 

Quelle:Danke schön Autor Oskar (Administrator Forum mytomtom.de)


 
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